Diplomarbeit
- Ihre Diplomarbeit haben Sie gemacht – da ging es um einen Kran. War das nicht gleich eine ganz schöne Herausforderung für einen Studenten? -
Diese Notlösung, Technischer Zeichner zu lernen, erwies sich eben auch als Glücksfall, denn was ich dort als Technischer Zeichner im Maschinenbau gelernt hatte über Technologien und über Materialtechniken usw., das kam mir sehr zu Pass, auch was die zeichnerische Darstellung von technischen Dingen angeht. So dass mir die technischen Dinge, was so einen Baukran angeht, durchaus geläufig waren. Diese Firma, die war ja in Leipzig, diese Kirow-Werke, vor dem Krieg war das, glaube ich, die Firma Bleichert, jedenfalls ein großer Schwermaschinenbetrieb. Und ob die herangetreten sind an die Burg mit einem Projekt, das Studenten bearbeiten könnten, oder umgedreht, weiß ich gar nicht. Jedenfalls war ich sehr froh, so was machen zu dürfen. Und das hat mir auch viel Spaß gemacht.
Ich hab dann Jahre später den Kran gesehen, der war dann zwar anders gemacht, die Kabine war so eine Standardkabine dann. Und ich hatte mir da was besonderes ausgedacht, dass die ganze Kabine gefedert ist, so dass die da drehbar hängt und solche Dinge, das wäre im Grunde genommen noch zusätzliche Entwicklung gewesen, um das auch zu realisieren. Das hat man später dann auf die herkömmliche Art gemacht, aber es war noch erkennbar, dass da was übernommen worden war.
Zum Beispiel die Abstützung, das ist ja eine sehr wesentliche Sache, und die muss ja dann bei diesem Kran hoch gefahren werden, damit er auch auf der Straße fahren kann wie ein Auto.

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