Arbeitsbedingungen
- Sie waren praktisch „Ein-Mann-Unternehmer“für die Büromaschinen- und Datenverarbeitungsindustrie, da hatten Sie ein eigenes Atelier in Halle oder sind Sie immer nach Chemnitz (Anmerkung: früher Karl-Marx-Stadt) gefahren? -
Erst mal hatte ich meinen Küchentisch. Und das reichte auch völlig aus. Das war ja auch ein Problem, ein Telefon zu kriegen oder ein Auto. Das, was normalerweise für die Arbeit als Selbstständiger nötig war. Die Entfernung von Halle nach Chemnitz, das waren 170 Kilometer. Die Aufgabenstellung kriegte ich von Chemnitz und konnte die in Halle ausführen. Zu der Zeit wurden ja noch besonders viele Modelle gemacht, heutzutage wird das eher mit Zeichentechnik und anderen Dingen abgewickelt, und da wurde natürlich zusammengearbeitet mit den Modellbauern z.B. von diesem Institut. Das war also kein Problem in der Hinsicht.
- Sie sind auch immer allein geblieben – oder hatten Sie mal Mitarbeiter oder war das undenkbar?-
Das war durchaus denkbar. Aber dieses Modell, was ich verfolgt habe oder was sich zwangsläufig so ergeben hat, das war und ist auch noch sehr weit verbreitet - dass man je nach Art der Aufgabe mit anderen zusammen arbeitet! Das war für mich einfach Gewohnheit. Und ich hab das auch freiwillig gerne gemacht.

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