Foto: aus dem Interview mit Hannah Bauhoff und anschlaege.de 2010, emilfutur


Zum Interview mit Axel Bertram


Axel Bertram
1939 geboren in Dresden
1954 Abitur in Freital, anschließend tätig als technischer Zeichner
1955-60 Grafik-Studium an der Hochschule für Bildene und Angewandte Kunst Berlin Weißensee 
bei den Professoren Klaus Wittkugel, Werner Klemke, E.R. Vogenauer und Arno Mohr
1960 gemeinschaftliche Gründung des Ateliers „Gruppe 4“ mit den Kommilitonen Gisela Röder, 
Klaus Segner, Jo Fritsche in Berlin
seit 1960 selbständige Tätigkeit als Grafiker in Berlin, Arbeit für Buchverlage (u.a. Volk und Welt, Aufbau-Verlag, 
Verlag der Nation), Zeitschriften, Theater, Film-Vertrieb in der DDR bis 1990
1962-65 konzeptionelle grafische Neugestaltung der NBI („Neue Berliner Illustrierte“), 
dazu Entwurf der Titelschrift „Sans Serif“ Nr. 2 (später „Weekly“)
1965-68 Gestaltung des Modejournals „Sybille“, vorher 1962 Entwurf der Titelschrift „Sans Serif Nr.1“
ab 1966 Gestaltung von Gedenkmünzen und Sondermünzen
1969-72 konzeptionelle grafische Neugestaltung der Wochenzeitung „Wochenpost“, bis 1992 grafische Beratung und etwa 30 thematische Titelzeichnungen
1972/73 Erarbeitung grafischer Konstanten für die „X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin 1973“
1972-86 Hochschullehrer für Schrift und gebrauchsgrafisches Gestalten an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee,
ab 1977 Professur für Gebrauchsgrafik,
1986 Entpflichtung auf eigenen Wunsch
1976-82 Entwurf und Werkzeichnungen der Schreibmaschinenschriften „Venezia“ und „Lutetia“
1980 Entwurf dreier Schreibmusterblätter für das Schreibenlernen einer Kursiv
1982 Herausgabe, Gestaltung und Nachwort des kalligrafischen Büchleins Goethe „Buch Suleika aus dem West-östlichen Diwan“ im Verlag der Nation
1982-86 Erarbeitung der Bildschirmschrift „videtur“ beim Fernsehen der DDR
1988 Wahl zum Vizepräsidenten des Verbandes Bildener Künstler der DDR, 23.11.1989 Rücktritt
1989-92 erneute Aufnahme der Lehrtätigkeit, Konzipierung und Leitung der Ausstellung zum 100. Geburtstag von El Lissitzky im November 1990
ab 1992 Buchgestaltung, Fotografien und Illustrationen für den Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach, Umschläge und CD-Cover für den Verlag Neue Musik, Berlin
seit 1995 freier Mitarbeiter von Pencil Corporate Art, Braunschweig
1995/96 grafische Neugestaltung der Tageszeitung „Neues Deutschland“
1997 grafisches Gestaltungskonzept für die Ausstellung „Die Franken – Les Frances“ (Zusammenarbeit mit Hanka Polkehn), Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
1998 Entwurf und erste Digitalisierung einer Satzschrift, der späteren „Quippini“
seit 1990 Entwurf und Digitalisierung der Antiqua-Werkschriften „Lucinde“ und „Rabenau“, der Rotunda „Salomo“ und der Schreibschrift „Dandy“, grafische Gestaltung von Plakaten, Katalogen und Ausstellungsprojekten für die Staatsbibliothek zu Berlin